GKMuseum

Das Klassenzimmer der ehemaligen Volksschule von Hardegg wurde 2009 als Heimatmuseum der Stadtgemeinde Hardegg gestaltet.

Die Idee für das GUCKKASTENMUSEUM HARDEGG wurde 2002 bei der Eröffnung der Galerie KULTUR•PUNKT HARDEGG geboren. Der damalige Bürgermeister, Norbert Kellner, fragte die Geschwister Bednarik-Grieder, ob sie mit den an mehreren Orten verstreuten Objekten ein Museum in der ehemaligen Schule einrichten könnten – ein Klassenzimmer wurde dafür hergerichtet.

Nach vielen Recherchen in den handschriftlichen Aufzeichungen des schon verstorbenen Historikers und Obmanns des ehem. Museumsvereins, Wilfried Enzenhofer, sowie der Sammlung/Sichtung/Erfassung/Fotografie der Objekte gestalteten Rosi Grieder Bednarik, Herbert und Karin Bednarik die Ausstellung, durch die begrenzten Raumverhältnisse eine schwierige Aufgabe, die auch zur Idee des Guckkastens führte. Nur ein Teil aller vorhandenen Exponate, die in früheren Zeiten in der Burg Hardegg ausgestellt waren, konnte zur Schau gestellt werden.

Rosi Grieder-Bednarik erstellte ein Konzept, entwarf ein Logo und GKM_Schautafeln (download pdf, 10 MB) mit Bildern und Texten zur Geschichte der Stadtgemeinde Hardegg und zu verschiedenen Themenkreisen (Herrschaft, Bauern, Gewerbe, Eiserner Vorhang, Sommerfrische, Kultur, Geschichte der Katastralgemeinden …), die an den Wänden Platz fanden. Dazu wählte sie passende Objekte von der Steinzeit bis heute, die in Vitrinen und Schaukästen zu sehen sind (archäologische Funde, historische Dokumente, Urkunden, Landkarten, Bücher, Gemälde, Fotografien, Münzen, Alltagsgegenstände, Hausrat, Werkzeuge, bäuerliche Geräte, Spielzeug, Möbel …). Aufgrund eines Planes baute der Hardegger Tischler Rainer Maurer den Guckkasten, einen Holzkubus mit vier Gucklöchern in verschiedenen Höhen. Per Joystick hat man die Auswahl zwischen sechs Fotopräsentationen (Historische Fotos aus der Stadtgemeinde Hardegg) und zwei Videofilmen (Kurzdoku »Nachtwächterwanderung in Hardegg« und Schülerdoku »Schule«), die Herbert und Karin Bednarik gestalteten.

Objekte des ehemaligen Heimatmuseums, die keinen Platz im Museum fanden, wurden geschützt vor Umwelteinflüssen im neuen Archiv in der Kläranlage Pleissing untergebracht, mit der Absicht, sie in zukünftigen Wechselausstellungen zu verwenden.

Das Guckkastenmuseum wurde am 20. September 2009 im Rahmen eines Stadtfestes eröffnet.

Blick ins Museum (2009) GKMFotos (Download, pdf 4,6 MB)

Das Museum war bis Oktober 2013 an allen Wochenden von Mai bis Oktober geöffnet – Dank an alle Personen, die ihre Freizeit in den Jahren 2009–2013 ehrenamtlich für die Betreuung des Museums zur Verfügung gestellt haben!

Die Vision eines kulturellen Begegnungsort für die gesamte Großgemeinde mit ihren 9 Orten wurde leider nicht erfüllt: Die Ortschaften Felling, Hardegg, Heufurth, Mallersbach, Merkersdorf, Niederfladnitz, Riegersburg, Pleißing, Waschbach und ihre Vereine haben die Möglichkeit, sich im Museum zu bestimmten Anlässen schwerpunktmäßig zu präsentieren, nie genützt.

Nur anlässlich des 100-jährigen Jubiläums – 1912 wurde dieser Raum als Klassenzimmer an die Schule angebaut – gestaltete Rosi Grieder-Bednarik 2012/13 den »Schwerpunkt Schule«. Dazu wurden passende Objekte aus dem Museumsarchiv sowie private Leihgaben gezeigt, vor allem die Hardegger Schulchronik, aber auch Geschenke von GemeindebürgerInnen, z.B. alte Schultaschen, Schreibmaterial, Bücher und Hefte. Historische Schulfotos und eine Station zum 2003 durchgeführten grenzüberschreitenden Schulprojekt »Leben im Dorf – Dorf(er)leben« komplettierten die Ausstellung. Karin Bednarik ergänzte die Videofilme im Guckkasten mit den Aufnahmen eines damals 7-jähriger Schülers, dem jüngsten »Kameramann« des Projektes, bei dem die Kinder ältere Leute zum Thema »Schule« interviewten.

Nach einer Umstrukturierung (weswegen das Museum 2014/15 geschlossen war) ist das Guckkastenmuseum seit 2016 nun in den »Hardegger Themenweg« eingebunden. Der Code, den man mit dem »Nachtwächterbrevier« um € 5,- erwirbt, ermöglicht den Eintritt in den Ausstellungsraum – allerdings begrenzt durch eine Plexiglaswand. Wer die Objekte näher betrachten will, muss sich einer Führung anschließen, für die man sich im Gemeindamt oder im Nationaparkhaus Thayatal anmelden kann. Bei Fragen zum Museum wenden Sie sich bitte an die Stadtgemeinde Hardegg.

Für ihre ehrenamtlichen kulturellen Leistungen wurden Rosi Grieder-Bednarik, Herbert und Karin Bednarik auf Beschluss des Gemeinderats der goldenen Ehrenring der Stadtgemeinde Hardegg verliehen.

Finanziert wurde die Errichtung des Museums durch die Stadtgemeinde Hardegg.
Aufgrund von Projekteinreichungen durch Rosi Grieder-Bednarik erhielt die Gemeide folgende öffentliche Förderungen:

  • Ideenwettbewerb der NÖ Dorf- & Stadterneuerung 2008, € 4.700,–, Preisverleihung 2009
  • Museumsförderung des Landes NÖ 2007 Abt. Kultur und Wissenschaft, € 5.000,–