So etwas wie letzten Samstag hat man schon lange nicht mehr bei einer Eröffnung einer Ausstellung in Hardegg gesehen – Regenschirme. Auch wenn es so wie in den vergangenen Monaten üblich eher eine Andeutung als tatsächlicher Regen war. Während noch überlegt wurde, ob die Eröffnung im Freien oder in der Galerie stattfinden sollte, fielen die letzten Tropfen. Nur die Musikerinnen, die die Eröffnung begleiteten, blieben mit ihren Instrumenten sicherheitshalber im Inneren.
Es wäre auch sehr eng geworden. Denn neben den üblichen Besuchern waren auch eine Menge aus dem Umfeld des Ausstellers Martin Metzger gekommen. Der wurde zwar in Tirol geboren, wohnt aber seit längerem im Waldviertel, in Rappolz. Es ist keine Bildungslücke, wenn man nicht weiß, wo das liegt: in der Nähe von Dobersberg, knapp an der tschechischen Grenze.
Stadtrat Andreas Frömmig eröffnete die Ausstellung. Unter den Gästen war auch Dr. Alena Horná aus Vranov mit ihrem Mann Jiří Ryšavý.
Vor ein paar Jahren hat Martin Metzger begonnen, nur noch schwarz-weiß zu arbeiten. Er tut dies mit unterschiedlichen grafischen und malerischen Techniken. Schwerpunkt der Arbeiten, die er in unserer Galerie zeigt, sind Werke nach den Charakterköpfen von Franz Xaver Messerschmidt. Eine seiner Töchter, die eine Schauspielschule besucht, hat die Ausdrücke dieser Figuren nachgestellt und wurde dabei fotografiert. Und diese Fotos bilden die Grundlage für weitere Arbeiten des Künstlers.
Zu den sonstigen Werken, die in der Ausstellung zu sehen sind, gehören auch Ansichten von markanten Punkten entlang der Thaya und ein Totentanz, der mitten in Hardegg stattfindet.
Die sehenswerte Ausstellung kann noch bis zum 26. Oktober 2026 an Samstagen, Sonntagen und am Feiertag von 14 bis 18 Uhr besichtigt werden.
